Golfgenuss und Spitzensport mitten in
Frankfurt

Vizemeister – wir gratulieren unserer Damenmannschaft!

Bundesligadamen holen Silber

Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass die Damenmannschaft am Ende Deutscher Vizemeister ist und am Abend der Siegerehrung des großen Finalturniers die Silbermedaille bekommt, hätten sicher alle sofort dankend angenommen. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die mit dem Aufstieg 2018 begonnen hatte, wurde nun mit Edelmetall belohnt.

Im Halbfinale traf unser Team um Kapitänin Annabelle Kummerant auf den amtierenden Vizemeister aus Berlin. Die Berliner gehören beim Final Four zum Inventar und gewinnen Jahr für Jahr Medaillen. Davon unbeeindruckt legten unsere Damen schon in den Vierern die Basis für den Finaleinzug, als sie den Vormittag mit einer 2:1-Führung abschlossen.

Helen Kreuzer und Katharina Keilich unterlagen Zita Arndt und Alexandra Försterling mit 4&3, aber Marie Coors und Ava Bergner behielten nach hartem Kampf mit 2auf die Oberhand. Noch spannender war das Match von Hannah Roßmanith und Isabelle Schlick, die gegen das viel erfahrenere Duo aus Berlin auf dem 18. Grün den Sieg perfekt machten.

Und auch in den Einzeln ließ unser Team, das von Coach Michael Totzke und Co-Trainer Keith Coveney betreut wurde, nicht locker. Isabelle Schlick teilte ihr Match gegen Emily Krause, Ava Bergner machte mit einem 6&5 gegen Lydia Volkmer frühzeitig Feierabend und auch Marie Coors überzeugte mit einem glatten 4&2 gegen Julia Neumann.

Plötzlich hing alles an der letzten noch laufenden Begegnung zwischen Zita Arndt und Katharina Keilich. Die Berliner Proette, die derzeit ihre Ausbildung zum Teaching Pro bei unserem Coach Michael Totzke absolviert, hätte das Match gewinnen müssen, um ein Stechen zu erzwingen. Zita Arndt lag sehr lange knapp mit 1auf in Führung, musste allerdings auf dem letzten Grün den Ausgleich hinnehmen, als Katharina Keilich einen etwa vier Meter langen Putt einlochte und damit die Partie auf „all square“ stellte. Der Jubel unseres Teams war bis ans andere Ende der Golfanlage von Gut Kaden zu hören.

Unser Coach Michael Totzke war vor Freude schier außer sich: „Das ist für uns sensationell. Wir sind das erste Mal beim Final Four dabei und dann auf Anhieb gleich im Finale. Das ist natürlich mega. Mit diesem Drehbuch ist das natürlich noch krasser. Dass in der letzten Partie auf dem letzten Loch die Entscheidung fällt, hätte auch Hollywood nicht besser hinbekommen. Für uns ist das ein irrer Tag gewesen, mit der Aufholjagd in den Vierern. Auch in den Einzeln hat jeder bis zum Umfallen gekämpft.“

Finale
Im Finale zeigte der mehrfache Deutsche Meister GC St. Leon-Rot, dass er die Südstaffel der 1. Bundesliga nicht zu Unrecht gewonnen hatte. Alle drei Punkte aus den Vierern gingen relativ eindeutig an SLR.

Diese Dominanz zeigten die Kurpfälzerinnen auch in den am Mittag gestarteten Einzeln. In fast allen Matches lagen unsere Spielerinnen zurück. Lediglich Katharina Keilich führte gegen Marie Bechtold und hätte beste Aussichten gehabt, das Match zu gewinnen. So lange wurde allerdings nicht gespielt, denn die beiden fehlenden Punkte zum Sieg fuhr St. Leon-Rot sehr frühzeitig ein.

Da der neue Meister aufgrund der am Vormittag errungenen 3:0-Führung nur noch zwei der insgesamt sechs Einzel-Duelle gewinnen musste, war das Finale vorzeitig beendet. Auf Bahn 13 machte Ashley Fowler mit 6&5 den Deckel auf ihr Match gegen Helen Kreuzer und Leonie Harm blieb es gegen Isabelle Schlick vorbehalten, auf Grün 15 den letzten Zweifel am Sieg von SLR zu beseitigen. Als der Sieg feststand, zeigte der GC St. Leon-Rot sportliche Größe, indem die noch laufenden Matches alle gegeben wurden, so dass in den Büchern ein 5:4-Sieg für den Meister steht.

Michael Totzke war nach dem Finale trotz der Niederlage gerührt und glücklich, als er die Silbermedaille in Empfang nehmen durfte: „Das war eine einzigartige Geschichte. Wir waren zum ersten Mal qualifiziert und es war spannend, auch das ganze Drumherum kennenzulernen. Der Turniermodus war für die Mannschaft neu. Wir haben ganz viele, neue Eindrücke gesammelt und das war eine sehr coole Geschichte für uns. Das Halbfinale war das absolute Highlight. Nicht so sehr, weil wir gewonnen haben, sondern wegen der Art und Weise, wie wir gewonnen haben! Mit dem wirklich letzten, gelochten Putt von Katharina Keilich, die damit den nötigen halben Punkt geholt hat und das ausgerechnet gegen Zita Arndt – das war Hochspannung, die alle im Team emotional voll mitgenommen hat. Das war ein Riesending. Das Erlebnis Finale war auch riesig, aber der Weg dorthin war eine coole Nummer.“


Unsere Spielerinnen strahlen auf Gut Kaden als Deutscher Vizemeister über Silber – erstmals hatte sich in diesem Jahr ein Frankfurter Damenteam für das Finalturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifiziert (Foto: DGV/stebl)

Im Halbfinale versenkt Katharina Keilich einen Vier-Meter-Putt zum Sieg über den G&LC Berlin-Wannsee und macht damit den Einzug in das Finale perfekt (Foto: DGV/Tiess)

Isabelle Schlick, Katharina Keilich und Helen Kreuzer (Foto: DGV/Tiess)

Hannah Roßmanith und Isabelle Schlick begleitet von unserem Spielführer Jens Ohlert (re.) (Foto: DGV/Tiess)

Ava Bergner und Marie Coors (Foto: DGV/Tiess)

Hannah Roßmanith und Michael Totzke (Foto: DGV/Tiess)