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Ausrichter 2025

Golf&Natur/Lebensraum Golfplatz: Das Eichhörnchen - Gartentier des Jahres 2026

Liebe Mitglieder, liebe Gäste,


Das Eurasische Eichhörnchen, kurz „Eichhörnchen“ genannt, (Sciurus vulgaris) ist mit großem Vorsprung bei der Publikumswahl der Heinz Sielmann Stiftung zum zweiten Mal seit 2011 zum Gartentier des Jahres gewählt worden. 


Auf dem Gelände des Frankfurter Golf Clubs sieht man gerade jetzt häufig die flinken, tagaktiven Eichhörnchen, wie sie langgestreckt quer über das Fairway flitzen, durch das Gebüsch hüpfen oder spiralförmig die Bäume hochklettern.


Eichhörnchen ernähren sich vorwiegend vegetarisch von Baumfrüchten, Samen, Knospen und Pilzen. Zur Vorsorge für die kalte Jahreszeit legen sie unermüdlich Vorräte an, die sie in der Erde vergraben. Da sie viele dieser Verstecke nicht wiederfinden, keimen aus den Samen im Frühjahr neue Bäume. Die Hörnchen tragen damit aktiv und unbemerkt zur Verjüngung und Verbreitung unseres Baumbestands bei. 


Entgegen alten Vorurteilen sind sie keine bestandsgefährdenden Nestplünderer; Vogeleier werden nur sehr selten verzehrt. Den geringen Bedarf an tierischem Eiweiß decken sie primär durch Insekten. 


Eichhörnchen wiegen 200 bis 480 Gramm und haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von drei Jahren. Sie sind ideal an das Leben in den Baumkronen angepasst. Ihre langen Hinterbeine und scharfen Krallen ermöglichen es ihnen, mühelos senkrecht an glatten Stämmen auf- und auch kopfunter wieder herunterzuklettern. 


Ihr bis zu 22 Zentimeter langer, buschiger Schwanz dient als Steuerruder bei weiten Sprüngen, als kuschelige Wärmedecke im Nest, dem sogenannten Kobel, und zur Kommunikation bei der Revierverteidigung. Jeder kennt den Anblick, wenn Eichhörnchen sich jagen, sich gegenübersitzend aufplustern, um größer zu wirken und dabei wild mit dem Schwanz schlagen! 


Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf, sondern nur eine Winterruhe halten, können wir sie das ganze Jahr über auf dem Platz beobachten, wenn sie ihr Nest für ein bis zwei Stunden zur Nahrungssuche verlassen.


Während Eichhörnchen in intensiv genutzten Kulturlandschaften zunehmend unter Lebensraumverlust leiden, wird auf dem Gelände des Frankfurter Golf Clubs die biologische Vielfalt durch die Bereitstellung vielseitiger Lebensräume aktiv gefördert, was auch den Eichhörnchen zugutekommt. 


Durch das gezielte Anpflanzen von insektenfreundlichen Sträuchern, Blüten und Bäumen schaffen wir ein reichhaltiges Nahrungsangebot für Insekten, was wiederum den Eichhörnchen als wichtige Proteinquelle zugutekommt. Zudem bieten unsere alten Baumbestände natürliche Baumhöhlen für den Nestbau, während belassene Totholz- und Laubhaufen am Boden die notwendige Deckung vor Fressfeinden wie dem Habicht oder dem Baummarder sichern. Auch Gartenfreunde können ihren Garten naturnah gestalten, und damit nicht nur den Eichhörnchen, sondern auch vielen weiteren Tierarten wertvollen Lebensraum bereitstellen.


Die auf dem Gelände aufgestellten Vogelfutterhäuschen werden von den Eichhörnchen sehr gerne und regelmäßig besucht. Ein besonders beliebter Aufenthaltsort ist zudem der Bereich rund um unser Halfway House, wo sie sich oft aufhalten und bei ihren teils waghalsigen Aktivitäten beobachtet werden können. 


Am häufigsten sieht man bei uns die roten Eichhörnchen, aber es gibt über den Platz verteilt auch einige schokoladenbraune Eichhörnchen, der Bauch ist immer weiß. Besonders in den kalten Monaten tragen die Hörnchen ihr dickeres Winterfell, bei dem die auffälligen, dichten Haarpinsel an den Ohrenspitzen gut zu sehen sind. 


Das aus Nordamerika stammende kräftigere Grauhörnchen (Sciurus carolinensis), das die heimischen Arten in Teilen Europas stark verdrängt und durch Krankheiten gefährdet hat, kommt in Hessen aktuell noch nicht vor. 


Wir freuen uns sehr, dass unser Golfplatz auch dem Gartentier des Jahres 2026 einen so sicheren und intakten Lebensraum bietet, und auch, dass Sie es interessiert hat, mehr über unsere Eichhörnchen zu erfahren. 


Ihre Dr. Sabine Luft
G&N-Koordinatorin 

(Platzausschuss/Golf & Natur)

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